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Karpathos – Tag 2

Ólympos – Diafáni – Awlóna – Wurgúnda (Fehlversuch)

Ólympos

Mein Hotel war auf der Westseite des Hanges, über den sich Ólympos sozusagen wölbt. Das ist die Seite, die zur Westküste zeigt und die großartigsten Ausblicke bietet. Alle Balkone zeigen in diese Richtung.

OlymposViewFromHotel

Und Westen heißt natürlich, dass der Sonnenuntergang direkt vom Balkon aus zu sehen ist.

OlymposSunset

Die Westhangseite des Dorfes habe ich im Verlaufe der zwei Tage, die ich in Ólympos war, mehrfach zu verschiedenen Tageszeiten und bei verschiedenen Wetterverhältnissen aufgenommen, auch jeweils vom Balkon des Hotels aus.

OlymposX4

Allgegenwärtig sind auf dieser dem Wind zugewandten Seite auch Windmühlen, von denen jedoch die wenigsten in Betrieb und die meisten nicht einmal mit Segeln bespannt oder gar ganz verfallen sind.

OlymposWindmill

OlymposWindmill2Dass ich die Mühlen, die nur noch eine Windradnabe erkennen lassen, anfänglich für verfallene Geschütztürme gegen von See anstürmende Piraten – mit für die Touristen eigens eingefügte ungefährliche Holzstümpfe statt echte Kanonenrohre – gehalten habe, führe ich besser nicht weiter aus.

In den Mühlen, die noch zumindest zeitweise in Betrieb sind, wird übrigens ganz dem traditionellen Zweck einer Windmühle entsprechend Weizen gemahlen und kein Strom erzeugt.

Ólympos ist nicht groß: Ein kleiner Platz im „Stadtzentrum“ mit einer Kirche, eine Einkaufsstraße mit Geschäften und Tavernen …

OlymposMainSquareAndShoppingStreet

… und viele versteckte und verwinkelte Gassen in mehr oder weniger gutem Zustand.

OlymposStreets

Doch wo auch immer man durch Ólympos spaziert, es tut sich überall zwischen den Häusern eine großartige Aussicht auf das Meer und die Berglandschaft auf.

OlymposViewjpg

Diafáni

Diafáni ist die nördliche kleine Hafenstadt von Karpathos.

Diafani

Pendelverkehre vom Haupthafen Pigádia legen hier an und ab, gelegentlich größere Fähren von Piraeus und Rhodos und Ausflugsboote an die Nordspitze der Insel oder zu verschiedenen entlegenen Stränden.

DiafaniHarbour

Nichtsdestotrotz ist es ein sehr beschaulicher Ort, in den sich nicht allzu viele Touristen verirren und an dem nicht nur am Strand viele Plätze frei sind.

Diafani2

Awlóna

So mancher in Ólympos sagte mir, ich müsse unbedingt Awlóna weiter im Norden besuchen und von dort zu Fuß nach Wurgúnda weitergehen, Awlóna sei fantastisch und sie hätten da alle Verwandte oder Felder, die sie mit Olivenbäumen bestellen.

Awlóna liegt in einer Art Hochebene. Hier endet die Straße und weiter in Richtung Norden kommt man nur noch zu Fuß oder vielleicht auch teilweise noch mit einem geländegängigen Fahrzeug.

Awlona

Wenn man in das Dorf hineinfährt, kommt man zwangsläufg an der einzigen Taverne vorbei. Kurz dahinter hielt ich an, um zwei Gäste, die auf der Terasse der Taverne saßen, nach dem Weg nach Wurgúnda zu fragen.

Wurgúnda (Fehlversuch)

Sie beschrieben mir in eindeutig britischem Englisch, dass der eigentliche Fußweg zwischen zwei großen Bäumen startet, auf die ich treffen würde, wenn ich ein paar weitere hundert Meter fahren würde.

Die Straße war inzwischen in eine Schotterstraße übergegangen und bei der Weiterfahrt musste ich mich sorgfältig auf etwaige Schlaglöcher konzentrieren. Auf einer größeren Schotterfläche parkte ich und ging zu Fuß weiter, bis ich die zwei Bäume fand, in deren unmittelbarer Nähe ein sehr ängstlicher und zu Panik neigender Esel angebunden war.

OnTheWayToWurgunda2

Jedenfalls dachte ich, die zwei Bäume gefunden zu haben, und ging weiter, bis ich den Weg, auf dem ich zu sein glaubte, nicht mehr als Weg erkennen konnte. Er verflüchtigte sich immer mehr in der kargen Gestrüpplandschaft.

OnTheWayToWurgunda1

Irgendwo weiter unten würde Wurgúnda mit dem schönen antiken Badepool liegen, der nur von Mehrwasserwellen gefüllt wird. Ich drehte um, da es bergab langsam zu heikel wurde. Auf dem Rückweg fand ich dann zwei weitere Bäume – Feigenbäume -, die eindeutig gemeint waren und neben denen sich sogar ein Wegschild befand. Ich hatte sie bei meiner Fixierung auf die Schlaglöcher der Straße und ihre Umfahrung einfach übersehen.

Als ich wieder an der Taverne vorbeikam, saßen die beiden immer noch da. Ich erzählte, dass  ich die Bäume übersehen habe, und man sah mich nur traurig mit den Worten „Oh, my dear“ an. Ich nutzte die erstbeste Gelegenheit, auf Wiedersehen zu sagen, und machte mich schnell davon.

 

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