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Karpathos – Tag 4

Menetés – Pigádia – Óthos – Pilés

Auf dem Weg nach Menetés, das eines der Ziele des nächsten Tagesausflugs war, gab es die Gelegenheit, einen Blick von der Westküste auf Kássos, eine kleinere Nachbarinsel von Karpathos, zu werfen.

ViewToKassos

Kássos ist ein ziemlich nackter Felsen, auf dem sich aber dennoch ein Fischerort befindet und der nur mit dem Schiff erreicht werden kann. Wie so viele andere griechische Inseln war Kássos einst für ihren dichten Waldbestand bekannt, der aber durch Abholzung und die nachfolgende Verkarstung völlig ruiniert wurde. Eine schon in ferner Vergangenheit verursachte und menschengemachte ökologische Katastrophe!

Menetés

Menetés ist der zweitgrößte Ort auf Karpathos und liegt in den Bergen auf halbem Weg zwischen Arkássa und der Hauptstadt Pigádia. Wenn man sich der Stadt von oben nähert, sieht man nicht nur Menetés selbst, sondern auch Pigádia in der Ferne an der Ostküste von Karpathos.

Menetes1

Die Gassen durch den Ort sind ähnlich verschlungen und durch die Hanglage steil wie die durch Messochóri, jedoch macht Menetés einen geschäftigeren Eindruck. Immer wieder hört man von irgendwo Hämmern, Tackern und Pressluftbohren.

Trotz des gelegentlichen Lärms kann man sich auch in Menetés schnell im Wirrwarr der Gassen und Häuser verlaufen. Lediglich entweder aufwärts oder abwärts zu gehen hilft manchmal für eine grobe Orientierung.

Menetes2

Hier fiel, wie auch schon in anderen Dörfern, einmal wieder die nach Ziegen und Bienen dritte bestimmende Tierart von Karpathos auf: Katzen, die teilweise in Hülle und Fülle durch die Orte streifen oder träge in schattigen Plätzchen liegen.

Cats

Pigádia (Karpathos-Stadt)

Pigádia, die Hauptstadt und der größte Ort von Karpathos, war für mich eine Enttäuschung. Der Hafenhalbkreis mit einer Überfülle an meistens lauten Tavernen an einer Asphaltstraße und die Haupteinkaufsstraße in der zweiten Reihe dahinter hatten keinen besonderen Reiz, auch wenn das Bild des Hafens sich in einem hübschen Schein präsentiert.

Pigadia1

Nur gelegentlich vermittelte eine farbenfrohe Taverne den Eindruck, sich doch in einem alten Fischereihafen zu befinden.

Pigadia2

Óthos

Nach Óthos, das ich eigentlich für den nächsten Tag geplant hatte, kam ich nur, weil ich mich verfahren hatte – bis zu einem Punkt, wo der Weg über die Berge zurück nach Arkássa via Óthos einfach kürzer war als wieder umzukehren.

Óthos ist das höchstgelegene Dorf von Karpathos – es liegt tatsächlich höher als Olympos, auch wenn es nicht so wirkt, da es im Unterschied zum Dorf im Norden in eine recht grüne Hügellandschaft eingebettet ist.

Othos1

Verlässt man einmal die mit ein paar Tavernen und Geschäften durchaus auf Touristen eingestellte Hauptstraße, so präsentiert sich der zwar hügelige, aber nicht so sehr am Steilhang wie Messochóri oder Menetés angelegte Ort still und leer. Zur frühen Nachmittagszeit tritt hier einfach niemand vor die Tür.

Othos2

Pilés

Pilés übertrifft die Beschaulichkeit von Óthos jedoch noch. Hier ist selbst die Hauptstraße leer und es wäre gar nichts zu hören gewesen, wenn nicht jemand mit dem Handy auf Lautsprecher telefonierend vor einem Internetcafé (!) gesessen hätte.

Piles1

Pilés besitzt eine besonders schön hergerichtete Kirche, wie man überhaupt in dem Ort einen auffallenden Hang zur Ordnung und Sauberkeit zu haben scheint.

Piles2

Denn auch das Bild zeigt unten links ein bemerkenswertes Detail in Blau: Ja, das ist ein öffentlicher Mülleimer! Ich weiß nicht, wie oft ich in Griechenland mit Müll in der Hand herumgelaufen bin und ihn einfach nicht los wurde, weil nirgendwo ein Mülleimer zu finden war. Mein Verdacht ist ja, dass das Fehlen öffentlicher Papierkörbe der Hauptgrund dafür ist, warum so mancher Winkel auf einer griechischen Insel in verlottertem Zustand ist. Der gewöhnliche Grieche bringt vermutlich die Geduld nicht auf, stundenland Müll in der Hand zu führen, und wirft ihn dann mangels Mülleimer in die nächste Ecke. (Ein einheimischer Grieche hat mich bei anderer Gelegenheit vor seinem eigenen Geschäft auch selbst dazu aufgefordert: „Wirf’s auf die Straße, das machen hier alle!“)

Pilés hat durch das Aufstellen von zwei bis drei Mülleimern auf der Hauptstraße eine kleine entsorgungstechnische Revolution herbeigeführt. Und man sieht dem Ort das Ergebnis tatsächlich an.

 

Der Weg zurück nach Arkássa führte dann stetig bergab zur Westküste, die sich langsam glitzerernd auf den Sonnenuntergang vorbereitete.

Shimmering

Und auch das Outback im Küstenhinterland leuchtete im Spätnachmittagslicht noch etwas rötlicher.

Outback

 

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